Fukushima -nukleare Katastrophe

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Fukushima – die nukleare Katastrophe Japans jährt sich zum vierten Mal

Neben der verheerenden menschlichen und ökologischen Kosten dieses menschengemachten3 GAUs hat die andauernde Katastrophe auch eine radikale Veränderung der Energielandschaft Japans mit sich gebracht, und sie wird sich weiterhin auf die globale Atomindustrie auswirken. Nichts symbolisiert die Abkehr von der Atomkraft wohl treffender, als die Erklärung der Präfekturregierung von Fukushima im Dezember 2012. Ihr erstes Ziel, um die krisengeschüttelte Präfektur wiederzubeleben, so die Regierung, sei es, „eine sichere, nachhaltige Gesellschaft aufzubauen, die frei von Atomkraft“ sei.4 2014 zog die Präfekturregierung die Konsequenzen aus diesem Ziel und verpflichtete sich zu 100 Prozent erneuerbarer Energien bis 2040.5 In Japan befinden sich alle 48 Atomreaktoren (abzüglich Fukushima Daiichi) im so genannten langfristigen Ausfall.6 Am 11. März 2015 ist Japan zudem knapp anderthalb Jahre vollständig atomfrei, der letzte Reaktor wurde am 15. September 2013 abgeschaltet. Doch die mächtigen Interessensgruppen in der Regierung, bei den Stromversorgern und in der Industrie – jenes unselige „Atomdorf“, das die Voraussetzungen für den Atomunfall in Fukushima im März 2011 schuf – sind entschlossen, den Atomreaktorbetrieb in Japan wieder aufzunehmen. Im September 2014 bat die Regierung Abe die Stromversorger, zu entscheiden, ob sie ihre ältesten Reaktoren dauerhaft stilllegen wollten. Bis Ende März werden die Atomkonzerne nun bestätigen, dass sie fünf Reaktoren für immer schließen.21 Doch das endgültige Aus könnte weitaus mehr Anlagen betreffen: Allein sieben weitere Reaktoren werden demnächst 40 Jahre alt. Die alternden Reaktoren sind eine große Herausforderung für Kansai Electric Power Co. (KEPCO), dennoch will der Energieversorger die Wiederaufnahme für neun seiner Reaktoren prüfen lassen: Mihama (39 Jahre), Ohi 1 (38 Jahre), Ohi 2 (37 Jahre), Takahama 1 (41 Jahre) und Takahama 2 (40 Jahre) sowie die Reaktoren Takahama 3 und 4, die bereits geprüft werden.

Die vielfältigen Probleme, denen sich TEPCO im Umgang mit dem kontaminierten Wasser gegenübersieht, sind beispiellos. Fast vier Jahre lang, seit Beginn des Unfalls in Fukushima Daiichi, hat TEPCO Hunderte von Tonnen Wasser täglich in die Anlage gepumpt, um die geschmolzenen Brennelemente in den Reaktorblöcken 1, 2 und 3 zu kühlen.5 Ohne dieses Kühlwasser würde die Temperatur der geschmolzenen Brennelemente (Corium) ansteigen und zu weiteren Kernreaktionen führen. Wo genau sich die geschmolzenen Kerne befinden6, weiß zum heutigen Zeitpunkt, weder TEPCO noch sonst jemand. Man geht jedoch davon aus, dass ein Großteil durch die Stahldruckbehälter in die unteren Sicherheitsbehälter geschmolzen ist.7 Das Kühlwasser wird mit neutronenabsorbierendem Bor versetzt, in die Hauptbehälter gepumpt und gespritzt. Von dort aus sickert es durch die Löcher und Risse im Boden des Reaktordruckbehälters in den Sicherheitsbehälter, in die Untergeschosse der Reaktorgebäude und in die damit verbundenen Turbinengebäude. TEPCO hatte ursprünglich geplant, die Verarbeitung des gesamten hoch kontaminierten Wassers bis Ende März 2015 abzuschließen, musste diese Pläne jedoch im Januar 2015 revidieren, als das Unternehmen bekannt gab, dass die Verarbeitung nur zu „etwa 50 Prozent“ abgeschlossen sei.16 Ein neuer Zeitplan wird im März 2015 vorgelegt. TEPCO schätzt zur Zeit, dass die Verarbeitung des Wassers im Mai 2015 abgeschlossen werde. Zugleich sind rund 300 Tonnen Wasser täglich erforderlich, um die verbleibenden Kerne und die geschmolzenen Brennelemente in den drei Reaktoren zu kühlen.17

 

Verseuchtes Grundwasser

Laut offizieller Schätzung fließen Tag für Tag 800 Tonnen Wasser in die Anlage, TEPCO schätzt, dass davon 300 bis 400 Tonnen davon radioaktiv belastet würden. Der Betreiber erklärt, die Verseuchung des Grundwassers, das auf das Gelände fließt, sei auf Oberflächenkontamination zurückzuführen, die den Boden durchdringe und das Grundwasser erreiche. „Theoretisch“, so TEPCO, käme das Grundwasser gar nicht in Kontakt mit dem Wasser in den Reaktorgebäuden;18 – doch das ist eine bisher noch nicht belegte Behauptung. Unter anderem versuchte man, den Wasserfluss auf dem Gelände zu reduzieren, indem man Grundwasser aus Brunnen auf der Landseite des Geländes hochpumpte. Überdies installierte TEPCO eine so genannte „undurchdringliche“ Wand an der Meerseite der Anlage. So sollte verhindert werden, dass verseuchtes Wasser weiterhin in den Pazifik fließt. Nachdem der Betreiber 2013 eingeräumt hatte, dass seit Beginn der Atomkrise bis zu 400 Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer geflossen waren,22 konzentrierte man die Bemühungen auf den Bau eines 770 Meter langen unterirdischen Stahlrohres und einer Spundwand. Im Januar 2015 war die Konstruktion fast fertig.23 Wie wirksam sie verhindern kann, dass kontaminiertes Grundwasser in den Pazifik fließt, bleibt jedoch abzuwarten. Die Stahlkonstruktion befindet sich in einer Tiefe von 30 Metern und damit laut TEPCO unter der durchlässigen Bodenschicht. Diese Annahme ist indes fragwürdig: Geologische Untersuchungen des Geländes zeigen durchlässige Sandstein- und Bimsschichten von der Oberfläche bis zu einer Tiefe von fast 200 Metern.24 TEPCO schätzt, dass sich der Eintrag von Cäsium und Strontium ins Meer um 97,5 Prozent reduzieren werde, sobald die Wand installiert ist und kontaminiertes Grundwasser in die Speichertanks gepumpt wird. Die Tritium-Ableitungen sollen sich um erwünschte 93 Prozent verringern.25 Reaktorkerne und Stilllegungsplan - Wie die Stilllegung der Reaktoren, einschließlich Zugang zu den geschmolzenen Kernen vor sich geht, hängt davon ab, ob die Wasserkrise auf der Anlage unter Kontrolle gebracht werden kann. Der aktuelle Plan von TEPCO zur Bergung von 450 Tonnen geschmolzener/beschädigter Brennstäbe sieht die Flutung des Behälters und Torus vor, um so die Strahlenbelastung der Arbeiter zu reduzieren. Die Effektivität und die Sicherheit dieses Plans sind strittig.34 Für die Stilllegung geht TEPCO insgesamt von einem Zeitraum zwischen 30 und 40 Jahren aus.37 Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Phase 2 des Zeitplans (Beseitigung des Schutts, Versiegelung der Anlage gegen Leckagen sowie Flutung der Behälter) bis 2021 abgeschlossen ist. Dieses ist jedoch unrealistisch. Die weltweite Stilllegungszeit kommerzieller AKW-Reaktoren liegt – je nach eingesetzter Strategie – bei 40 bis 80 Jahren.38 Ein Zeitraum, der sich auf Reaktoren bezieht, die weder katastrophalen Unfällen wie Kernschmelzen in mehreren Reaktoren und Explosion von Behältergebäuden noch unkontrolliert freigesetzter Strahlung in die Umgebung ausgesetzt waren, wie dies in Fukushima Daiichi der Fall war und weiter ist. Die gestaffelte Stilllegung kommt dem Fall Fukushima noch am nächsten: Hier wird eine bestimmte Anzahl von Jahren festgelegt, während derer sich die Strahlung verringern kann. Der durchschnittliche Zeitraum bei einer Staffelung beträgt rund 50 Jahre. Damit ist TEPCOs Zeitplan zur Stilllegung schlichtweg unglaubwürdig.

 

Kontamination,Dekontamination und Evakuierung in der Präfektur Fukushima

Seit März 2011 hat Greenpeace insgesamt 23 Messungen zur Strahlenbelastung in der Präfektur Fukushima durchgeführt.39 Das Ergebnis waren Strahlungswerte, die hoch genug sind, um die Gesundheit der Menschen ernstlich zu bedrohen. Sowohl jener, die der Belastung täglich ausgesetzt sind, als auch derer, die gezwungen sind, an Orte zurückzukehren, an denen die Evakuierung aufgehoben wurde. Zudem konnte Greenpeace zeigen, dass die Behörden die Risiken und das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung konstant unterschätzten. Basierend auf den Erkenntnissen des radioaktiven Fallouts vom März 2011 forderte Greenpeace eine signifikante Ausweitung des  Evakuierungsgebiets,40 die später auch erfolgte.41 Die Analyse der Gefahren für die öffentliche Gesundheit liefert den Anwohnern eine Alternative zu den häufig widersprüchlichen Informationen, die die japanischen Behörden seit Beginn der Fukushima-Katastrophe veröffentlichen.43 Die Greenpeace-Teams bestehen aus Strahlenexperten, die in der Strahlungsüberwachung und dem Einsatz modernster Messinstrumente ausgebildet sind. Die Messergebnisse von Greenpeace im Oktober 2014 aus Iitate (40 km von Fukushima Daiichi entfernt), der Stadt Fukushima (60 km), Miyakoji in Tamura (20 km) sowie dem Dorf Kawauchi (20 km) zeigen, dass die Dekontaminationsbemühungen vielerorts noch nicht ausreichen, um das langfristige Ziel der japanischen Regierung von 0,23 Mikrosievert pro Stunde zu erreichen. So ergab die Überwachung, dass 59 Prozent der Strahlungswerte in Kawauchi, wo die Evakuierung im Oktober 2014 zum Teil aufgehoben wurde,44 das angestrebte Niveau überschritten, wobei abseits der Straßen noch höhere Werte gemessen wurden.45 Zudem kann die Dekontamination die Verseuchung nicht „beseitigen“ – sie verschiebt sie lediglich. Ein Prozess, der riesige Mengen radioaktiven Mülls generiert, der an temporären Standorten in der ganzen Präfektur angehäuft wird. Aktuell sind nach wie vor 120.000 Bewohner der Präfektur in  provisorischen Unterkünften oder anderen Teilen Japans untergebracht.46

 

Die Atommüllkrise

Infolge des Dekontaminationsprogramms in der Präfektur Fukushima sind die Flächen zur Zwischenlagerung nahezu erschöpft, und radioaktiver Schutt wird an etwa 54.000 Standorten der Präfektur, einschließlich privater Gärten, Parkplätze und Parks gelagert.56 Offiziellen Schätzungen zufolge liegt der Umfang des radioaktiven Abfalls zwischen 15 und 28 Millionen Kubikmetern – genügend, um das Baseballstadion Tokyo Dome zwölf- bis 23-mal zu füllen. Die Schätzungen basieren auf den Maßnahmen, die sich auf Städte und landwirtschaftliche Gebiete beschränkt. Geschätzt umfassen die Bereiche der Präfektur Fukushima, deren Kontamination die Grenze von 1 Millisievert übersteigt, 2.000 Quadratkilometer. Bei einer Dekontaminierung aller Flächen würden insgesamt etwa 100 Millionen Tonnen radioaktiven Mülls anfallen.57 In Wirklichkeit ist dies aber nicht möglich, und darum wird die Rekontaminierung aus bewaldeten Bergen und Flüssen in absehbarer Zeit auch nicht aufhören. Einwohner und Gemeindemitglieder, dass die 16 Quadratkilometer zum Atommüllendlager werden, ist durchaus berechtigt, obgleich die Regierung offiziell dazu verpflichtet ist, den Abfall bis 2045 zu entsorgen.62 Ursprünglich war geplant, die Zwischenlager bis Ende März 2015 in Betrieb zu nehmen. Aufgrund erheblicher Verzögerungen wird dies jedoch nicht möglich sein. Bislang gibt es keinen Zeitrahmen, um ausreichend Kapazitäten zur Lagerung des Atommülls zu gewährleisten. Derzeit verteilt sich der radioaktive Müll auf zehntausende Standorte rund um Fukushima. Ungeklärt ist auch der Verbleib der geschätzten 30 Millionen Tonnen, die sich in den kommenden Jahren ansammeln werden. Der erste Atommülltransport wird im März 2015 im Rahmen eines einjährigen Tests starten. Insgesamt 43.000 Tonnen sollen im Laufe des Jahres den Standort wechseln.63 Dieser Abfall wird provisorisch gelagert, bevor er dann in die Zwischenlager geht, deren Bau allerdings erst in Kürze begonnen wird.

 

Fazit

"Die Arbeiter müssen unter übelsten, für Menschen eigentlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen mit radioaktivem Wasser umgehen ... Unter dem hohen Druck kommt es schnell einmal zu Fehlern, doch das ist nicht ihre Schuld— die Umstände zwingen sie dazu, diese entsetzlichen Aufgaben durchzuführen." Nukleararbeiter in Fukushima, März 2014.69

Tag für Tag ringen Tausende von Arbeitern in Fukushima darum, in kleinen Schritten nennenswerte Fortschritte zu erzielen – dabei sind sie mit hoher Strahlung, verseuchtem Wasser, unzumutbaren Arbeitsbedingungen und niedriger Bezahlung konfrontiert.70 Im Gegensatz zur Regierung und Betreibergesellschaft TEPCO geben die Arbeiter von Fukushima alles, um die Risiken, die von der Ruine des Atomkraftwerks ausgehen, zu minimieren. Bis dato ist die Zukunft in vielerlei Hinsicht unklar. Sicher ist indes, dass die Gefahren, die von Fukushima Daiichi ausgehen, noch viele Jahrzehnte lang anhalten werden. Auch wenn die heutige Regierung, die Politiker und Manager der japanischen Energieversorgungsunternehmen längst Geschichte sind, werden künftige Arbeitergenerationen in Fukushima tagtäglich darum kämpfen, die Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt in Japan zu reduzieren. Der 11. März 2015 ist ein Tag, an dem der verheerenden Zerstörung des Lebens und der Gemeinden in Fukushima gedacht wird – doch es braucht keinen Jahrestag, um sich an die Katastrophe zu erinnern. Wie in den vergangenen vier Jahren werden die Menschen auch weiterhin Tag ein Tag aus mit den Folgen des Unglücks leben müssen und dies auf Generationen hinaus. Für Japan lässt sich nur eine Lehre aus dem Desaster ziehen: Nie wieder darf Nuklearenergie die Existenz Japans und seiner Bevölkerung bedrohen. Selbst die Regierung Abe dürfte sich dessen inzwischen bewusst sein.71

 

 

 

Quellen:

4 Plan for Revitalization of Fukushima Prefecture (2nd Version). , , 5 Fukushima Pledges To Go 100% Renewable. 6 February 2014. Ari Phillips. http://cleantechnica.com/2014/02/06/fukushima-100-renewable-energy/ , 5 PCV Venting and Alternative Cooling Water Injection Preparation for Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit, 2http://www.tepco.co.jp/en/nu/fukushima-np/interim/images/111202_12-e.pdf, 7 Update on the Nuclear and Radiological Situation at Fukushima Daiichi, Large and Associates, Greenpeace Germany May 25th 2011; TEPCO: Nearly all nuclear fuel melted at Fukushima No. 3 reactor, Asahi Shimbun, August 7th 2014, http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201408070055, accessed February 11th 2015. , 16 Fukushima Daiichi NPS Prompt Report - TEPCO Reports Major Progress In Water Treatment, But Completion Target Date Extended Due To Implementation Of New Technologies And To Ensure Worker Safety – January 23rd, 2015. http://www.tepco.co.jp/en/press/corp-com/release/2015/1247689_6844.html, accessed January 31st 2015. , 17 Situation of Storage and Treatment of Accumulated Water including Highly Concentrated Radioactive Materials at Fukushima Daiichi Nuclear Power Station (175th Release) November 5, 2014 Tokyo Electric Power Company, http://www.tepco.co.jp/en/press/corpcom/release/betu14_e/images/141105e0..., accessed January 31st 2015. , 21 Japan utilities likely to decommission five ageing reactors –Nikkei. 25 December 2014. 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An amendment to law regulating operations of the government-affiliated Japan Environmental Safety Corp. (JESCO) was passed in November requiring removal not later than 2045.  63 Land secured in Fukushima opens door for 1st shipment of radioactive waste, Asahi Shimbun, February 4th 2015, http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201502040078, accessed February 12th 2015. , 69 “Fukushima No. 1 workers rally against Tepco”, AFP/Jiji, March 14th 2014, http://www.japantimes.co.jp/news/2014/03/14/national/fukushima-no-1-work.... accessed February 9th 2015. , 70 Nuclear workers kept in dark on Fukushima hazard pay Mari Saito And Antoni Slodkowski, Reuters, October 7th 2014, http://www.reuters.com/article/2014/10/08/us-fukushima-workers-insight-i..., accessed February 9th 2015. 71 “Nuclear crisis turns Japan ex-PM Kan into energy apostle,” Linda Sieg and Yoko Kubota, Reuters, February 7th 2012, http://www.reuters.com/article/2012/02/17/us-japan-kan-idUSTRE81G08P2012..., accessed February 9th 2015.

 

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