Greenpeace Aktivisten protestieren vor Shell-Tankstelle gegen Arktis Ölbohrungen von Shell

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Schützt die Arktis
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Presseerklärung vom 16.06.2015


Aktivisten protestieren für den Schutz der Arktis


Greenpeace-Gruppe St.Wendel präsentiert Banner an Shell-Tankstelle
Oberlinxweiler


St.Wendel, 17.06. 2015 – Vor der Shell-Tankstelle in der Linxweiler-Straße protestieren
heute Greenpeace-Aktivisten mit Plakaten für den Schutz der Arktis. Der Grund
für die Aktion: Nachdem US-Präsident Obama Shell die Ölsuche in der Arktis genehmigt
hat, sendet der Ölkonzern jetzt seine Flotte von Bohrschiffen und -plattformen
Richtung Alaska. Die Erderwärmung lässt dort das ewige Eis schmelzen. Ölkonzerne
nutzen dies, um die Arktis auszubeuten. „Es ist absolut unverantwortlich, in der Arktis
nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen des extremen Klimas
dort viel zu hoch.“, sagt Jay Dittmann, Sprecherin Greenpeace St.Wendel. „Wenn wir
den Klimawandel begrenzen wollen, dürfen die arktischen Ölvorkommen nicht ausgebeutet
werden. Deshalb fordert Greenpeace von Shell, die Ölpläne in der Arktis
aufzugeben.“
Shell nutzt störanfällige Technik in der Arktis
Das Gebiet, in dem Shell bereits zum zweiten Mal nach Öl bohren will, ist eine
der letzten unberührten Regionen der Erde. Nachdem es im Jahr 2012 bei
Shells Arktisprojekt zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste
Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden
Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Das Bohrschiff “Noble Discoverer”,
welches Shell bereits 2012 vor Alaska eingesetzt hat, ist auch dieses Mal wieder
mit dabei. Das Schiff fällt wieder durch technische Unzulänglichkeiten und
Probleme auf und hat erneut eine Kontrolle der US-Küstenwache nicht bestanden.
Bei der Inspektion Mitte April hielt die Küstenwache das Schiff für
einen Tag auf, bis Techniker ein defektes Gerät ausgetauscht hatten. „Das
zeigt, wie verantwortungslos Shell sich in der Arktis verhält“, sagt Jay Dittmann.
Auch im Jahr 2012 waren gravierende Mängel an den Sicherheits- und
Schadstoffsystemen der „Noble Discoverer“ festgestellt worden. Damals setzte
die US-Küstenwache das Schiff für knapp vier Wochen fest. Sollte Shell in
der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die
US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle
während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent. Noch immer
sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor
26 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen,
dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten
gehört.
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